E-Auto Laden mit PV-Überschuss

Mein Hyundai Inster lädt nur mit Sonnenstrom: HomeAssistant steuert den go-eCharger, berechnet den echten PV-Überschuss und hält alles stabil. Kein Netzbezug, klare Limits, volle Kontrolle. #verbrauchsoptimierung #pv #emobilität

E-Auto Laden mit PV-Überschuss

Im Juni ist ein Hyundai Inster bei uns eingezogen. Und wenn schon ein E-Auto, dann soll er sich bitte aus meiner PV-Anlage bedienen statt aus dem Netz. Der billigste Strom ist schließlich der, den ich selbst erzeuge.

Über den Makerspace habe ich einen E-Auto-Freak kennengelernt, der einen nagelneuen go-eCharger übrig hatte. Perfekt, denn HomeAssistant kann diese Wallbox direkt steuern: Ladestrom in Ampere, einphasig oder dreiphasig, alles programmierbar.

Wie viel Strom darf er ziehen?

Das Laden sollte natürlich nur den tatsächlichen PV-Überschuss verwenden. Dafür messe ich am Stromzähler, wie viel Leistung gerade aus dem Haus rausgeht.
HomeAssistant berechnet dann:

  • Wie viele Ampere könnte der Charger ziehen, ohne dass ich Netzstrom einkaufe?
  • Reicht es für einphasig?
  • Reicht es vielleicht für dreiphasig?
  • Oder lieber doch nichts, weil gerade der Backofen glaubt, er wäre ein Fusionreaktor?

Sobald der Charger aber zu laden beginnt, geht plötzlich kein Strom mehr ins Netz. Bedeutet: Die Überschussmessung wäre falsch.
Also rechne ich die Leistung des Chargers wieder drauf, damit der Algorithmus weiß, wie viel echte Sonnenenergie übrig bleibt.

Die Wolken am Himmel oder auch Backöfen und Herdplatten lassen den Verbrauch sehr schwanken. Darum wird der PV-Überschuss als 1-Minuten-Minimalwert geglättet. Der Lader bleibt dadurch stabil unter der Kurve und schaltet nicht dauernd ein und aus.

Funktionen, die den Alltag leichter machen

Ein paar Komfortfeatures mussten natürlich auch sein:

  • „Wenn’s sein muss, kauf halt 1, 2, 3,… kW zu.“
    Dank meiner Energiegemeinschaft ist das sogar halbwegs sinnvoll.

  • „Lade nur bis 80%.“
    Klingt einfach, ist aber tricky: Die Verbindung zu meinem Auto ist so langsam, dass ich den Batteriestand vorher speichern musste.
    Den Rest rechne ich über die Ladung des Chargers selbst hoch.

  • „Ladefreigabe nur für mich.“
    Falls jemand glaubt, er könne mal schnell sein Auto anstecken, während ich schlafe: nein. Und wenn, dann bekommt er nur PV Strom.

Ergebnis

Mein Auto lädt jetzt exakt so, wie ich es möchte:
PV-optimiert, elegant geglättet und ohne Netzstrom, solange es irgendwie möglich ist. Auch wenn die Auto-API manchmal im Schneckentempo antwortet.

Der Sourcecode (soweit ich es expoertieren konnte) ist links erhältlich!

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